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Laufen
Prinzipiell ist das Laufen erlaubt und sinnvoll. Mit Ausdauerläufen ist eine Verbesserung der Kondition zu erreichen, außerdem ist durch das Laufen eine Gewichtskontrolle gut zu unterstützen. Anzustreben ist die Bewegung auf ebenem, flachem, weichem Boden. Waldläufe sind wegen der Gefahr des Verdrehens der Gelenke der unteren Extremitäten nicht geeignet. Intervalltraining ist ebenfalls nicht zu empfehlen. Die Schuhe sollen den angestrebten ökonomischen Laufstil unterstützen und die Gelenke vor zu hartem Untergrund bewahren.
Nordic Walking
Für Nordic Walking trifft das Gleiche wie für das Laufen zu.
Radfahren
Radfahren ist die am besten geeignete Sportart, wenn Gelenkprobleme an den Beinen bestehen. Idealerweise trainiert man auf dem Heimtrainer. Die Kraft sollte dem Zustand der Gelenke angepasst sein. Höhere Trittfrequenzen sind dabei einem hohen Gang vorzuziehen. Im Freien sollte ohne größere Steigungen oder Gefälle gefahren werden. Eine Gangschaltung ist erforderlich, um doch einmal auftretende Steigungen ausgleichen zu können.
Reiten
Wegen der Verletzungsgefahr durch Stürze ist Reiten nicht zu empfehlen. Es besteht eine starke Belastung der Gelenke beim Auf- und Absitzen. Besonders die Kniegelenke und die Schultergelenke werden beim Reiten belastet.
Schwimmen
Schwimmen ist als Sportart sehr geeignet, weil der ganze Körper an der Bewegung teilnimmt. Die Bewegung wird durch den Auftrieb im Wasser erleichtert. Bei Problemen mit den Knien oder bei Knieimplantaten ist nur der Kraulstil oder das Rückenschwimmen zu empfehlen, das Brustschwimmen (Froschstil der Beine) belastet die Knie (vor allem die Innenbänder und die Menisken) erheblich. Daneben wird durch die angespannte Haltung des Kopfes aus dem Wasser heraus die Wirbelsäule belastet.
Segeln
Auf großen Booten sehr gut möglich. Kleinere Boote und Wettkämpfe sollten wegen der Gefahr von schnellen, extremen Bewegungen gemieden werden.
Skilanglauf
Gut möglich, wenn stärkere Steigungen oder Gefälle gemieden werden. Der nordische Stil ist für die Gelenke schonender als der Skating-Stil, da es bei letzterem zu Verdrehungen der Hüften, Knie und Sprunggelenke kommen kann. Breitere Ski werden zur Benutzung empfohlen, um ein Umknicken weniger wahrscheinlich zu machen und eventuelle Abfahrten zu erleichtern.
Snowboarding
Für Snowboarding trifft das Gleiche wie für den alpinen Skisport zu. Wenn überhaupt, ist für Personen mit Gelenkproblemen nur eine gemäßigte Fahrweise mit einem gut trainierten Körper sinnvoll.
Surfen
Das Surfen ist wegen der hohen Verletzungsgefahr und den extrem hohen Kräften, die über die Gelenke übertragen werden, nicht zu empfehlen.
Tanzen
Das Drehen über ein fest auf dem Boden stehendes Bein muss beim Tanzen vermieden werden, um keine Verletzungen davonzutragen. Besonders Träger von Hüftendoprothesen müssen hier sehr wachsam sein. Die entsprechenden Schritte sollten erneut langsam und vorsichtig geübt werden. Entsprechende Schuhe mit leicht drehenden Sohlen (Ledersohlen) sollten getragen werden.
Tennis
Besonders Turniere sind wegen der Verdrehungsgefahr der Gelenke nicht zu empfehlen. Bei dieser Sportart steht der Wettbewerb im Vordergrund, der zu Unachtsamkeit gegenüber den eigenen Gelenkproblemen führt. Verletzungen sind wegen der Dynamik des Spiels zu erwarten, wenn Vorschädigungen bestehen.
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