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Diese Therapie ist noch weitgehend experimentell. Möglich wäre die Meniskustransplantation (Meniskus von toten Menschen, die einer Organ- und Gewebespende zugestimmt haben) oder die Implantation eines künstlichen Meniskus. Der Ersatz eines Meniskus wird seit langem diskutiert. Problematisch war bisher die starke Belastung des meist aus Kunststoff bestehenden Meniskusersatzes. Diese Kunststoffmenisken haben die Belastung bereits in den mechanischen Experimenten nicht überlebt.
Jetzt wurde jedoch ein Verfahren gefunden, in dem ein Kollagengerüst, das wie ein Meniskus geformt ist, anstelle des defekten Meniskus eingebracht wird. Das spezielle Kollagengerüst wird aus der Achillessehne von Rindern hergestellt. Körpereigene Zellen wandern in dieses Gerüst ein, bauen das fremde (Rinder-)Eiweiß ab und ein stabiles regeneriertes Gewebe auf, welches nach einiger Zeit die Konsistenz und die Form eines Meniskus besitzt. Dieses Verfahren ist bereits für den Innenmeniskus möglich. Die Ergebnisse sind bei richtiger Indikation vielversprechend. Die Behandlung befindet sich noch in der Studienphase und wird vor allem bei jüngeren Patienten angewendet, weil ein guter Ausgangsstatus des Körpers die Regeneration und den Umbau des Knorpels verbessert. Wichtig ist, dass keine schweren Schäden im Kniegelenk vorliegen bzw. dass diese Schäden repariert sind. Der Meniskus muss am Rand, also in der Zone der Durchblutung, vollständig intakt sein. Der Schaden muss die gesamte Meniskusdicke einbeziehen, damit an einen Meniskusersatz gedacht werden kann.
In Nordamerika wird in einigen sehr spezialisierten Kliniken eine Meniskustransplantation durchgeführt. Die passenden Transplantate werden aus einer Gewebebank abgefordert. Die Implantationstechnik und die Indikation unterscheiden sich nicht gegenüber der Verwendung von künstlichem Knorpel.
Problematisch ist die lange Schonung des Kniegelenks (sechs Wochen ohne Belastung, danach zügiger Belastungsaufbau). Nicht komplett auszuschließen ist bei beiden Methoden die Infektionsgefahr mit Viren oder infektiösen Partikeln.
Die Kniebeschwerden sind nach einer Transplantation eindeutig geringer. Ob der Knorpel damit langfristig geschützt werden kann und eine Arthrose verhindert wird, ist noch nicht geklärt.
Da das Verfahren noch nicht als allgemeingültig anerkannt ist, werden die Kosten normalerweise nicht von der Krankenkasse übernommen. Eine Einzelfallprüfung durch die Krankenkasse kann jedoch zu einer kompletten oder teilweisen Kostenübernahme führen. Sie müssen dazu Ihren behandelnden Arzt kontaktieren und sich auf den Austausch einer Menge Schriftstücke mit ihrer Versicherung einstellen.
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