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Eine Schulterluxation ist häufig, da das Gelenk sehr wenig von Knochen umgeben ist, sondern praktisch nur durch Weichteile (Bänder, Muskeln und Sehnen) gehalten wird. Der Oberarmknochen kann in fast alle Richtungen aus der Gelenkpfanne springen.

Häufig ist eine Luxation nach vorn und unten, weil die muskuläre Bedeckung des Gelenks in diese Richtung am schlechtesten ist. Alle weiteren Richtungen (nach hinten, nur nach unten) sind seltener.

Man unterscheidet eine traumatische, also durch einen Sturz oder ein anderes plötzliches traumatisches Ereignis entstandene, Luxation von einer habituellen Luxation, bei der der Oberarmknochen ohne ein wesentliches Ereignis aus der Schulter ausrenken kann.

Durch die Luxation kann der Gelenkknorpel, der die Gelenkpfanne verbreitert und das Gelenk stabilisiert, abreißen. Damit sind meist weitere, spätere Luxationen vorprogrammiert.

Die Behandlung der Luxation erfolgt durch Einrenken. Das Einrenken der Schulter ist meist unkompliziert und unter Umständen auch ohne Schmerzmittel möglich. In den meisten Fällen muss jedoch ein Schmerzmittel gegeben werden und selten gelingt das Einrenken der Schulter auch erst in Narkose. Vor dem Einrenken muss überprüft werden, ob ein Knochenbruch vorliegt, das geschieht am sinnvollsten mit einer Röntgenaufnahme. Bei einer habituellen Luxation kann das Röntgen entfallen.

Da der Knorpel und die Gelenkkapsel nach einer Luxation verletzt sein können, ist eine Entlastung nach einer traumatischen Luxation notwendig. Allerdings sollen keine Bewegungseinschränkungen stattfinden, damit die Schulter nicht versteift. Nötigenfalls ist die Erhaltung des Bewegungsumfangs der Schulter mit Krankengymnastik zu unterstützen.

Wenn ein Schaden an der Gelenkkapsel oder dem Knorpelrand vorliegt, (Bankart-Läsion) sollte der Knorpel mit der Kapsel wieder an der Gelenkpfanne befestigt werden. Diese Operation kann arthroskopisch erfolgen. Der Knorpelrand wird dabei mit speziellen Haken, Krampen oder Nähten befestigt.

 

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