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Die Luxation (Ausrenkung) des Ellenbogengelenkes ist selten, weil der Knochen der Elle den Oberarmknochen sehr weit umgreift. Es kommt eher zu einem Knochenbruch in Gelenknähe als zu einer Ausrenkung. Bei Kindern und Jugendlichen kann allerdings bei einem Sturz das Ellenbogengelenk ausgerenkt werden, weil die Knochen noch nicht vollständig ausgebildet sind.
Dagegen ist die Luxation des Radiusköpfchens häufiger. Besonders bei Knochenbrüchen der Elle kann es zu einer Ausrenkung des Radiusköpfchens, dann oft unter der gleichzeitigen Zerreißung des Ringbandes, in dem das Radiusköpfchen gehalten wird, kommen. Diese Verletzung kann oft nur mit einer Operation behoben werden, da das Ringband ebenfalls in die korrekte Lage gebracht und genäht werden muss.
Bei kleinen Kindern kann es schon durch einen stärkeren Zug an der Hand (zum Beispiel beim Mitziehen eines “unwilligen” Kindes - Zug nach oben/vorn und gleichzeitige Drehung der Hand in Richtung Elle) zur Ausrenkung des Radiusköpfchens kommen (Chassignac). Dabei werden jedoch keinerlei Gelenkstrukturen zerstört. Die Einrenkung erfolgt durch eine einfache Drehung des Unterarms und gleichzeitige Beugung des Ellenbogengelenks. Danach sind die Schmerzen wie von Zauberhand verschwunden.
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