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Kniegelenksnahe Knochenbrüche sind nicht besonders häufig. Sie treten nach heftiger Gewalteinwirkung auf das Bein (Autounfälle, Stürze) auf. Nicht nur das Schienbein und der Oberschenkelknochen, sondern auch die Kniescheibe kann brechen. Die Behandlung ist langwierig, meist muss der Knochen durch eine Operation wieder zusammengefügt werden. Die Gefahr der gelenknahen Knochenbrüche besteht in der späteren Abnutzung des Gelenkes durch eine nicht erkannte Spaltbildung und in einer Fehlstellung der Gelenkachse, die ebenfalls zur Arthrose führen kann.
Der Bruch der Rolle des Oberschenkelknochens erfordert fast immer eine Operation, da die Gelenkachse und auch die Bandstruktur des Kniegelenkes erheblich gefährdet sind.
Ein Kniescheibenbruch kann je nach Stellung der Fraktur gelegentlich auch in einem Gips behandelt werden. Oft wird jedoch eine Operation vorgenommen, um einer späteren Arthrose vorzubeugen.
Der Bruch des Schienbeinkopfes ist ebenfalls eine Verletzung, die die Gelenkachse, den Knorpel und die Bandstruktur des Gelenkes erheblich gefährdet. Um das genaue Ausmaß der Verletzung sehen zu können, ist häufig eine Computertomografie der Knochen notwendig. Neuere Geräte lassen sogar eine 3D-Rekonstruktion des Bildes zu (siehe Beispielbild), mit der der Schaden dann sehr genau festgestellt werden kann. Natürlich kann die Therapie an diesen Bildern besser festgelegt werden. Die operative Therapie steht auch bei dieser Schädigung im Vordergrund. Gelegentlich wird die Versorgung mit Hilfe einer Kniespiegelung vorgenommen werden. Eine Sonderform des gelenknahen Schienbeinbruches ist der Ausriss eines Kreuzbandes. Auch in diesem Fall sollte eine stabilisierende Operation durchgeführt werden, um die Funktion des Bandes wiederherzustellen.
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