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Frakturen am Sprunggelenk sind ausgesprochen häufig. Sie entstehen vor allem beim Umknicken im Gelenk mit großer Wucht (z.B. auf Treppen, Absätzen oder bei Sprüngen).

Eingeteilt werden die Verletzungen nach der Beteiligung des Innen- oder Außenknöchels und nach der Höhe der Fraktur am Wadenbein. Die Einteilung wurde von einem Chirurgen namens Weber festgelegt. Deshalb spricht man von einer Weber-(A oder B oder C)-Fraktur. Bei dieser Einteilung spielt eine große Rolle, ob die Verbindung zwischen Wadenbein und Schienbein (Syndesmose) zerstört ist, da davon die Stabilität des Gelenks abhängt. Die Syndesmose sorgt dafür, dass das Sprungbein immer ein festes Widerlager hat. Sobald diese Verbindung defekt ist, muss eine operative Versorgung vorgenommen werden.

Eine sehr schwere Fraktur ist die Zerstörung der Schienbeingelenkfläche, indem die Gelenkrolle des Fußgelenkes in das Schienbein getrieben wird (Fall aus größerer Höhe, Autounfälle usw.). Diese sogenannten Pilon-tibiale-Frakturen sind sehr komplex, da es zu Zertrümmerungen der Knochensubstanz kommt. Auch durch eine Operation ist die Pilon-tibiale-Fraktur oft nur begrenzt zu heilen. Die zertrümmerte Knochenmasse muss in der Regel durch Knochentransplantate oder spezielle Implantate, die das Knochenwachstum anregen, ersetzt werden.

Generell gilt, je einfacher der Knochenbruch, desto eher wird die Versorgung im Gips durchgeführt. Je schwerer die Fraktur ist, desto häufiger und aufwendiger wird operiert.

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