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Die kleinen Gelenke der Hand und des Fußes sind meist von Arthritis (Rheuma) und Gicht befallen und nicht so sehr durch eine Abnutzung verändert, wie die großen Gelenke. Allerdings können auch an bestimmten kleinen Gelenken verschiedene Abnutzungsfolgen beobachtet werden.

Besonders am Daumengrundgelenk entstehen Arthrosen, da der Daumen bei praktisch allen Tätigkeiten der Hand benötigt wird und dieses Gelenk die größte Beweglichkeit aller Fingergelenke besitzt. Das bedeutet natürlich auch, dass die Kräfte, die auf die einzelnen Gelenke wirken, hier am größten sind und damit auch die Wahrscheinlichkeit für eine Abnutzung besonders hoch ist. Diese Abnutzung entsteht vor allem bei Personen, die beruflich oder als Hobby extrem häufig mit dem Daumen arbeiten, z.B. beim Stricken oder Häkeln. Für das Daumengrundgelenk werden verschiedene Operationsverfahren angeboten, bei denen die Resektion des Gelenkes und der Ersatz durch eine körpereigene Sehne das Gebräuchlichste ist. Damit wird der Daumen in seiner Beweglichkeit sehr wenig eingeschränkt und gleichzeitig werden die Schmerzen deutlich vermindert. Alternativ kann eine kleine Endoprothese eingesetzt werden.

Die anderen Gelenke sind vor allem durch Entzündungen und Folgezustände nach Knochenbrüchen betroffen. Gicht und Rheuma werden vor allem durch die Gabe von Medikamenten (Schmerzmittel und spezielle Medikamente gegen Arthritis) behandelt. Bei Arthrose wird ebenfalls zuerst mit der Gabe von Schmerzmitteln versucht, eine Operation zu vermeiden oder zeitlich hinauszuschieben. Nur bei einer hochgradigen Zerstörung der Fingergelenke ist die Indikation zu einer Gelenkprothese gegeben. Eine Versteifung des Fingergelenkes ist keine echte Alternative, da der versteifte Finger im Zweifel bei den verschiedenen Stellungen, die die Finger einnehmen müssen, stört.

Dagegen ist die Versteifung eines Zehengelenkes ohne Weiteres möglich, da das Laufen und Gehen durch eine solche Versteifung nicht beeinträchtigt wird. Selbst das Großzehengrundgelenk kann ohne stärkere Behinderung operativ versteift werden. Schmerzen bei der Bewegung sind dann nicht mehr vorhanden.

Nach einer Operation, ob Endoprothese oder Versteifung, müssen Hand oder Fuß über vier bis acht Wochen weitgehend entlastet werden. Die Beweglichkeit der Extremität wird mit krankengymnastischen Übungen erhalten. Eine schmerztherapeutische Behandlung ist zur Vorbeugung des Funktionsverlustes am Unterarm und der Hand unbedingt notwendig.

 

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