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Primäre Knorpelschäden im Handgelenk sind nicht sehr häufig. Sie treten vor allem bei Handwerkern auf, die das Gelenk ständig unter Druck oder Vibrationen bewegen müssen (z.B. Schlosser – Drehbewegung mit dem Schraubendreher oder Bauarbeiter – Presslufthammer). Aber auch Frauen, die häufig mit der Hand stricken, können diese Abnutzung des Gelenkes bekommen. Natürlich kann auch Rheuma oder eine andere, das Gelenk beeinträchtigende Erkrankung, zu einem Schaden des Knorpels und damit zu einer Arthrose führen.

Die Abnutzung des Gelenks beginnt meist an der Seite des Gelenks, auf der der Daumen liegt, da der meiste Druck dort übertragen wird. Dabei wird der Knorpel verbraucht und der im Röntgen sichtbare Gelenkspalt wird kleiner. Zusätzlich kommt es zum Versuch des Gelenks, die Gelenkfläche zu vergrößern, um dem höheren Druck entgegenzutreten. Es entstehen knöcherne Abstützungen am Gelenk, die man als Wülste im Gelenk tasten und sehen kann. Zusätzlich können Ausstülpungen der Gelenkkapsel entstehen, die sich als harte, blasenförmige Vorwölbungen unter der Haut tasten und sehen lassen. Diese Vorwölbungen heißen Ganglion und sind Aussackungen der Gelenkkapsel, die durch die vermehrte Bildung von Gelenkflüssigkeit (analog zur Bakerzyste) entstehen. Durch die Abstützungen und die weitere Einschränkung des Gelenkspaltes wird auch die Beweglichkeit des Gelenkes vermindert.

Die Behandlungsmöglichkeiten sind eingeschränkt. Zuerst müssen die zusätzlich schädigenden Einflüsse (Belastung, Fehlhaltung) behoben werden. Der Druck auf das Gelenk kann durch Stützbänder besser aufgefangen werden. Bei der Bewältigung der Probleme helfen auch Schmerzmittel. Eine arthroskopische Spülung des Gelenks kann durchgeführt werden. In ausgesprochen seltenen Fällen wird die Implantation einer Prothese durchgeführt.

Auf der Seite des kleinen Fingers befindet sich ein Diskus im Handgelenk (Knorpelscheibe zum Ausgleich von unterschiedlichen Längen der Unterarmknochen und zur Ermöglichung der Drehbewegung). Dieser Diskus kann ebenfalls abnutzen und zerfasern, sodass Schmerzen auftreten. Eventuell kann dann eine Entfernung des Diskus helfen.

 

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