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Die Therapie der Gelenkerkrankungen ist komplex. Alle Therapieverfahren werden weiter ausgebaut und verbessert. Behandlungen, die noch
vor einigen Jahren den Höhepunkt der Wissenschaft darstellten, werden heute als veraltet angesehen. Plötzlich erscheinen Behandlungsmöglichkeiten auf der Bildfläche, die wenige Monate zuvor als unmöglich
galten. Ein Beispiel ist der Meniskusersatz, der heute schon unter bestimmten Bedingungen (sehr junge Patienten, hohe Mitarbeit des Patienten, lange Behandlungsdauer) durchführbar ist. Auch der Einsatz
von Robotern und computergestützten Positionierungshilfen wird jedes Jahr verbessert. Die Gentechnik versucht mit Wachstumshormonen den Aufbau von Knochen und Knorpeln zu beeinflussen und diese Gewebe
neu wachsen zu lassen (es existieren bereits Tierversuche mit Schafen und Ratten).Die derzeit erprobten Behandlungsmöglichkeiten verlieren trotzdem nicht an ihrer Wirksamkeit. Ihr Vorteil ist die
Erprobung und Verbesserung über lange Zeit. Außerdem lassen sich die erzielbaren Erfolge recht genau voraussagen.
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Die Therapie beginnt in den meisten Fällen konservativ (Medikamente und Krankengymnastik, Massagen, Elektrotherapie usw.). Spritzen können ebenfalls in das Gelenk gegeben werden, um eine Verminderung der Entzündung und der Beschwerden zu erreichen. Daran schließen sich Behandlungsmethoden an, die eine Gelenktoilette zum Ziel haben (z.B. eine Arthroskopie). Umstellungsoperationen werden vor allem bei jüngeren Patienten angewendet. Als letztes Mittel bleibt die Implantation eine Endoprothese. Da die heute implantierten Prothesen eine Haltbarkeit von 15 Jahren haben, muss bei jüngeren Patienten mit einem Prothesenwechsel gerechnet werden.
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