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Knochen-Knorpel-Transplantation

 

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Die Knorpeltransplantation (eigentlich Knorpel-Knochen-Transplantation) ist seit Jahren etabliert. Sie dient zum Ersatz von begrenzten Stücken abgenutzten Knorpels. Der kranke Gelenkanteil wird mit einer speziellen Stanze oder einer speziellen Fräse aus dem Gelenk entfernt. Ein geringfügig größeres gesundes Stück Knorpel-Knochen wird aus einem Gelenkanteil entfernt, in dem keine größeren Belastungen zu erwarten sind, z.B. aus dem Bereich neben dem Kniescheibenlager. Das gesunde Stück wird nun anstelle des defekten Knorpel-Knochen-Anteils eingesetzt und passt durch die geringfügig größere Stanzung wie angegossen. Das andere Stück (defekt) wird in die Entnahmestelle eingesetzt, da dieses Loch auch verschlossen werden muss und hier keine vermehrte Belastung vorliegt.

Etabliert ist das Verfahren vor allem im Knie bei Schäden im Bereich des Oberschenkelknochens (innerhalb der gestrichelten Bereiche auf dem Bild). An diesen Stellen ist die Methode sehr erfolgreich. Bei Schädigungen des Knorpels im Unterschenkelanteil des Kniegelenks kann dieses Verfahren jedoch nicht angewandt werden, da der Zylinder hier nicht passend eingebracht werden kann (mechanisches Problem) und zusätzlich bei Bewegung erhebliche Scherkräfte bestehen, die den ersetzten Knorpel wieder schädigen.

Auch bei Knorpelschäden am oberen Sprunggelenk ist diese Methode unter Umständen gut einsetzbar, vor allem bei der Osteochondrosis dissecans wird sie angewendet.

Die Nachbehandlung besteht in einer Belastungsreduktion über 8 bis 12 Wochen. In dieser Zeit muss eine intensive Krankengymnastik durchgeführt werden. Das Kniegelenk wird meist für 6 Wochen mit eine speziellen Schiene an einer übermäßigen Bewegung gehindert. Bei der Osteochondrosis dissecans sind die Beschwerden durch eine Knorpel-Knochen-Transplantation meist wesentlich gebessert.

Die Methode ist durch die Größe des ersetzenden Knorpels begrenzt. In letzter Zeit hat sich die autologe Knorpelzüchtung etabliert, die wesentlich größere Knorpeldefekte ersetzen kann.