|
|
 |
|
|
|
Gelenkersatz
|
|
|
|
|
|
Wenn der Knorpel so schwer geschädigt ist, dass keine anderen Behandlungen mehr helfen, ist ein Gelenkersatz nötig. Der
geschädigte Gelenkknorpel wird entfernt und ein Ersatz aus Kunststoff und Metall wird in das Gelenk eingebracht. Dieser Ersatz muss fest im Knochen verankert werden, um die nötige Stabilität zu
erreichen. Aus der Ersatzfunktion und der Verankerung ergibt sich die Form des künstlichen Gelenks. Für fast alle Gelenke des menschlichen Körpers sind inzwischen Implantate vorhanden. Die Verankerung
kann zementiert und nicht zementiert erfolgen. Um eine nicht zementierte Verankerung vornehmen zu können, muss der Knochen in die Prothese einwachsen können. Das heisst, der Knochen muss noch so vital
und fest sein, dass er in relativ kurzer Zeit wächst. Dagegen stellt eine zementierte Verbindung keine so hohen Ansprüche. Diese Verbindung ist zusätzlich schneller belastbar.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Die prinzipielle Indikation zur Prothesenimplantation ist der Schmerz und die Zerstörung der Gelenkanteile, wobei vor
allem die Schmerzen der Patienten bestimmend sind. Welche Form und Verankerung der Prothese für den einzelnen Patienten in Frage kommt, wird mit dem Patienten zusammen am Rötgenbild entschieden. Diese
Entscheidung wird vor und während der Operation mehrfach überprüft und gegebenenfalls (falls die Knochenqualität anders ist, als erwartet) noch in der Operation geändert. Somit hat der Patient immer die
Gewissheit der für ihn optimalen Prothese. In den verschiedensten Kliniken gibt es die unterschiedlichsten Prothesen, deren Anwender alle sicher sind, die optimale Prothese für ihre Patienten gefunden
zu haben. Es kommt sicher darauf an, dass die Operateure die Handhabung “ihrer” Prothese beherrschen und genügend Ausweichmöglichkeiten bei unvorhergesehenen intraoperativen Problemen haben, dann sind
fast alle neueren Prothesenmodelle für die Patienten gut geeignet.
|
|
|
|
Entscheidungskriterien für die Verankerung einer Prothese am Beispiel der Hüftprothetik. Für jüngere Patienten werden vor allem nicht zementierte Prothesen vorgesehen. Diese Endoprothesen verlangen eine höher Stabilität des Knochens und eine längere Einheilphase, in der die Extremität nicht belastet wird.
Ältere Patienten mit weicherem Knochen und schneller wiederkehrender Belastung werden mit eine zementierten Endoprothese versorgt. Spezielle Prothesen wurden für junge Patienten mit komplett intaktem Oberschenkelhals entwickelt. Diese Prothesen sind nicht in den Oberschenkelschaft eingelassen.
|
|
|
|
Wie man seine Prothese “pflegt”: Gehen Sie zu den vorgesehenen Nachuntersuchungen.
Suchen Sie die implantierende Klinik auf, wenn Sie etwas Ungewöhnliches bemerken. Üben Sie auch zu Hause weiter; Ziel ist die volle Streckung und die Beugung von über 90°. Allerdings wird das
Gelenk nicht so beweglich werden, wie ein gesundes Gelenk. Vermeiden Sie, das Gelenk zu stark zu beanspruchen. Treiben Sie nur geeigneten Sport.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|