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Sonderform der Hüftprothese
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Sonderformen sind Hybridprothesen und spezielle Verankerungen.
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Bei Hybridprothesen ist ein Prothesenanteil (Pfanne oder Schaft) zementiert und der andere Anteil ist nicht zementiert.
Diese Form wird gewählt, wenn die Knochenstruktur des einen Prothesenlagers eine nicht zementierte Implantation nicht erlaubt, der Gesamtzustand des Patienten jedoch eher an eine nicht zementierte
Prothese denken lässt. Die Weiterbehandlung erfolgt jedoch wie bei einer nicht zementierten Prothese, da der eine Anteil schließlich nicht zementiert ist. Der Vorteil besteht in dem kleineren Defekt,
falls die Prothese gewechselt werden muss und der nicht zementierte Anteil von der Lockerung betroffen ist.
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Eine weitere Sonderform ist die Druckscheibenendoprothese. Hier wird die Verankerung nicht im Oberschenkelschaft
vorgenommen, sondern mittels Druckscheibe und Verschraubung im oberen Anteil des Oberschenkelknochens. Die Kraftüberleitung von Knochen auf die Prothese erfolgt so fast wie im Original über den
Oberschenkelhals. Voraussetzung ist ein gesunder Oberschenkelhals. deshalb wird diese Prothese nur bei jüngeren Patienten eingesetzt.
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Die Aushöhlung des Oberschenkelknochens ist bei dieser Prothesenform minimal. Eine Entfernung ist ebenfalls leicht
möglich. Da der Oberschenkelschaft kaum bearbeitet wird, kann jede andere Prothese bei einem Wechsel verwendet werden.
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Für die Hüftendoprothetik wurden weitere neue minimalinvasive Implantate entwickelt
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.Noch mehr Knochen kann durch neue Prothesen (z.B. die McMinn-Prothese) gespart werden. Hier wird der Hüftkopf sparsam
modelliert und eine neue Metall-Oberfläche auf diesen Kopf gesetzt. Die Pfanne wird in der üblichen Art und Weise eingebracht. Die bei dieser Prothese verwendete Metall-Metall-Gleitverbindung scheint
auch die Verbindung zu sein, die sehr wenig Abrieb verursacht. Damit wird eine Ursache der Lockerung vermindert. Die Prothese wird seit 1991 verwendet und es wurde bisher eine sehr niedrige
Komplikationsrate festgestellt.
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Auch die Cut-Prothese verfolgt das Ziel der knochensparenden Implantation. Diese Prothese wird in den Schenkelhals
eingesteckt, wobei dieser fast vollständig erhalten bleibt. Eine Verschraubung (wie bei der Druckscheibenprothese) ist nicht notwendig.
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Die Spiron-Prothese ist ebenfalls eine Schenkelhals erhaltende Prothese, die aber in den Schenkelhals eingeschraubt wird
und dann einwächst. Im Gegensatz zur Druckscheibenprothese ist eine seitliche Verschraubung nicht nötig. Die Cut-Prothese und die Spiron-Prothese sind neue Prothesen, bei denen noch keine
Langzeiterfahrungen vorliegen.
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Diese verschiedenen Systeme erlauben es, bei Lockerungen immer das passende System zu finden und so die Zeit bis zur
Implantation einer zementierten Hüfte zu verlängern. Deshalb sind diese Prothesen vor allem für jüngere Patienten von Vorteil.
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