Home
Grundlagen
Gelenke
Erkrankungen
Behandlung
Service
Kontakt
Impressum
Logo Internetservice Dr. J. Sauer
Logo amazon.de
Warum
drucken ?

Einfach als
Buch kaufen !

Arthroskopie

 

Gesetzliche Krankenkasse wechseln
 

 

GO FINANCE 24 - Rechnen. Nicht raten!
 

Die Arthroskopie ist in der Behandlung von Erkrankungen der Gelenke nicht wegzudenken. Fast alle Operationen, die früher eine weite Eröffnung des Gelenkes verlangten, werden heute mit dieser Technik behandelt. Neben dem Knie werden fast alle anderen Gelenke des Menschen mit den kleinen Kameras und den Mini-Instrumenten erreicht. Bekannt sind vor allem Spiegelungen der Schulter und des Sprunggelenkes.

Die Arthroskopie kann ambulant oder stationär erfolgen. Für jüngere Patienten ohne schwerwiegende Schäden, die auch von zuhause eine effektive Krankengymnastik durchführen können, ist sicherlich die ambulante Operation eine interessante Möglichkeit. Ältere Patienten oder Menschen mit schweren Gelenkschäden können jedoch durchaus von einer stationären Behandlung, bei der eine engmaschige Kontrolle und eine schnelle einsetzende Krankengymnastik erfolgt, profitieren.

Nach dem Eingriff ist ein krankengymnastisches Übungsprogramm unverzichtbar, um die Funktion des Gelenkes zu verbessern oder wieder herzustellen. Bei größeren Schäden muss sich auch eine Entlastung des Gelenks durch Laufen an Gehsützen anschließen.

Kniegelenk

Hüftgelenk

Sprunggelenk

Kniegelenk

 

Die Spiegelung des Kniegelenks ist am weitesten verbreitet, da die therapeutischen Optionen hier ganz besonders groß sind und durch die räumlich Größe des Gelenks viele Techniken einsetzbar sind. Bekannt sind die Meniskusoperationen, die von der Glättung des Meniskus über die Entfernung veränderter Anteile bis zur Naht des Meniskus alle Verfahren als Minimaleingriff möglich machen und meist eine bessere Übersicht über die Menisken erlauben, als die offenen Verfahren. Auch zur Glättung von Knorpelläsionen, Schleimhautverkleinerungen und Gelenkkapselspaltungen genügt die Arthroskopie allein.

Auch größer Eingriffe, wie Kreuzbandersatz und Knorpeltransplantationen werden mit Unterstützung durch die Arthroskopie oder sogar komplett arthroskopisch durchgeführt.

Arthroskopiebild

Die Technik der Arthroskopie verlangt eine ruhige Hand und einen Operateur mit gutem Orientierungssinn. Als erstes wird das Kniegelenk mit einer speziellen Flüssigkeit aufgefüllt, danach werden Kamera und Instrumente eingeführt. Von den Standardzugängen recht und links unterhalb der Kniescheibe lassen sich fast alle Abschnitte des Gelenks ansehen und austasten. Der große Vorteil der Arthroskopie liegt in der Möglichkeit, die entdeckten Erkrankungen im gleichen Eingriff zu beheben. Der Eingriff wird oft in Rückenmarknarkose ausgeführt. Es sind verschiedenen Knorpeltechniken (Behandlungsplanbeispiel) möglich. Auch die heute durchgeführten operativen Behandlungsverfahren der Kreuzbandruptur werden meist arthroskopisch gestützt duchgeführt.

Meniskusresektion

Hüftgelenk

 

Die Arthroskopie des Hüftgelenks wird nicht so häufig durchgeführt, da das Einsatzgebiet sehr begrenzt ist, allerdings ist die Methode aus dem Experimentalstadium heraus. Allenfalls lassen sich mit dieser Methode Knorpelschäden feststellen oder freie Gelenkkörper entfernen. Weitere Behandlungsoptionen bestehen nur noch in der Gelenkspülung. Größere Studien über die Hüftgelenksarthroskopie existieren wegen der oben genannten Gründe nicht. Technisch ist die Spiegelung des Hüftgelenkes weitaus anspruchsvoller als die Kniespiegelung, da das Gelenk sehr viel enger ist.

Sprunggelenk

 

Die Arthroskopie des Sprunggelenks wird ebenfalls nicht häufig durchgeführt. Das Gelenk ist sehr eng und die therapeutischen Möglichkeiten sind leider noch gering. Mit dieser Methode lassen sich Knorpelschäden feststellen und glätten oder freie Gelenkkörper entfernen. Weitere Behandlungsoptionen bestehen in der Gelenkspülung und in einigen Fällen auch in der Knorpel-Knochen-Transplantation.